Mit
Energiearbeit kann man Körper und Geist in Einklang bringen und den Energiefluss wieder herstellen. Jeder Mensch benötigt
Energie. Energie ist das, was den Menschen antreibt und stark macht. Das Wort «Energie» stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet «wirkende Kraft». Wer also energielos ist, kann mit unterschiedlichen Methoden der Energiearbeit seine wirkende Kraft wieder in den Fluss bringen.
Der Mensch braucht Energie, um zu denken, sich zu bewegen und um überhaupt leben zu können. Jeder kann die unterschiedlichen Methoden der Energiearbeit studieren und erlernen, sein volles Potenzial abzurufen und sich von allem Negativen zu befreien.
Das Ziel der Energiearbeit ist es, sich selbst zu finden und mit seiner mentalen Kraft den Energiefluss zu kontrollieren. Konzentriert man sich auf seine innere Stimme, dann kann man sowohl körperlich, geistig als auch seelisch sein volles Potenzial ausnutzen.
Energiearbeit im alten Fernost
Die grundlegenden Geistesübungen der
Energiearbeit existieren schon seit Jahrtausenden. Die Meditation lässt sich in der hinduistischen und buddhistischen Tradition am weitesten zurückverfolgen. Schon vor 7000 Jahren tauchte in Indien die Energiearbeit auf. Jhana ist indisch und beschreibt, wie im chinesischen Chan und im japanischen Zen der Zustand der Versenkung beim Meditieren erreicht wird.
Der historische Buddha erlangte die tiefsten Einsichten währen einer Meditation. Danach lehrte er diese Einsichten und den Weg zur Erkenntnis. Im Buddhismus ist die Meditation eines der acht Glieder des Pfades zur Befreiung.
Auch im mittelalterlichen Christentum gab es «geistige Übungen» wie zum Beispiel «meditatio», was so viel wie «gegenstandsfreie Anschauung» bedeutet. In der mystischen Tradition sollte man so Verstand und Denken zur Ruhe kommen lassen. Einige dieser Übungen oder Abwandlungen findet man auch heute noch in der benediktinischen und franziskanischen Tradition.
Reiki ist eine andere Art der Energiearbeit. Es handelt sich hierbei um eine Jahrtausende alte Form der energetischen Unterstützung. Dabei geht es um ein esoterisches Konzept des Händeauflegens. Der genaue Ursprung ist unbekannt. Der Japaner Usui Mikao entdeckte jedoch diese alte Tradition Anfang des 20. Jahrhunderts wieder und entwickelte sie weiter. Heute gibt es unterschiedliche Varianten von Reiki in der westlichen und der fernöstlichen Welt.
Chinesische Tradition
Die chinesische Tradition konzentriert sich auf das Chi, also die Lebensenergie. Tai Chi findet man im Daoismus und auch im Konfuzianismus. Es bezeichnet das «Prinzip des Kosmos» oder auch den «Ursprung des Kosmos». Tai Chi Chuan ist die alte chinesische Kampfkunst des Schattenboxens. Sie verbessert den Fluss des Chi im Körper und dient der Persönlichkeitsentwicklung. Man nennt sie auch «innere Kampfkunst».
Ebenfalls aus dem Chinesischen kommt «Qi Gong». Dies bezeichnet eine Konzentrationsform zur Kultivierung von Körper und Geist. Dazu gehören Atem-, Konzentrations-, Körper- und auch Kampfkunst-Übungen. Der Name «Qi Gong» stammt aus dem Daoismus, der Ursprung der Übungen jedoch liegt noch weiter zurück.
In nahezu allen chinesischen Traditionen und Religionen geht es um das Ying und Yang. Es bedeutet das Gegenteilige, Schwarz und Weiss sowie «Gut und Böse». Die ursprüngliche Bedeutung führt auf die Schattenseite und die Sonnenseite eines Hügels oder Berges. In der
Energiearbeit geht es darum, diese beiden Gegenteile in Einklang zu bringen.
Das 20. und 21. Jahrhundert
Anfang des 20. Jahrhunderts breitete sich die Tradition der Meditation auch immer weiter in der westlichen Welt aus. So ist sie auch ein wesentlicher Bestandteil der Anthroposophie. Dort gilt das Meditieren als Selbstvertiefung.
Auch eine Aura-Reinigung kann zu einem besseren Energiefluss führen. Die Aura ist ein Energiefeld, das jeder Mensch besitzt. Mit dem blossen Auge nicht sichtbar, bezeichnet man sie oft als die Ausstrahlung eines Menschen. Ob diese ins Positive oder Negative tendiert, hängt mit den
Chakren zusammen. Um die Aura zu reinigen, gibt es viele verschiedene Methoden. Dies reicht von an die frische Luft gehen, über unbelastete Nahrung zu sich nehmen, bis zum Räuchern in der Wohnung mit weissem Salbei.
Yoga ist wohl die Art der
Energiearbeit, die in der westlichen Welt am bekanntesten und am weitesten verbreitet ist. Diese indische Lehre befasst sich mit der Aktivierung der sogenannten Chakren. Chakren sind Energiezentren, die im ganzen Körper verteilt sind. Durch gezielte Körper- und Atem-Übungen lassen sich Blockaden lösen und der Energiefluss verbessern.
Die Vielfalt an Energiearbeit ist wohl kaum zu beschreiben. Es gibt immer wieder neue und modernere Methoden. Alte Varianten werden verändert oder verbessert. Viele sehen es als alternative Medizin an, für andere ist es ein religiöses Ritual und manche nutzen es einfach, um dem Stress im Alltag zu entfliehen. Mit Energiearbeit lassen sich viele mentale und körperliche Probleme behandeln. In der Religion geht es sogar bis hin zur totalen Befreiung und Unsterblichkeit. Was die fernöstlichen Kulturen in jedem Fall zeigen: Energiearbeit kann dabei unterstützen, ein langes und gesundes Leben zu haben.
Bei allen Methoden geht es um die Harmonie von Körper, Seele und Geist, sich von Erwartungen anderer frei zu machen und auf die eigene innere Stimme zu hören. Wer dies meistert, findet Zufriedenheit und
Energie. Nicht jede Methode ist für jeden geeignet. Man sollte sich für eine entscheiden, der man vertraut und die man sich zutraut.
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